.
 

 Kai-Christian Nerger

Studium der Betriebswirtschaftslehre

 

Motivation

„Nicht das Fachwissen ist der künftige Engpass, sondern die Fähigkeit, effizient und kreativ zu denken.“                                                                                                                                                                                                                                                                

Ich erhoffe mir, neben der erstklassigen Vermittlung von Fachwissen an der Universität Mannheim, während meines Studiums ein möglichst breites Wissens- und Erfahrungsspektrum auch abseits meines Studienschwerpunkts zu sammeln und auch meine Kreativität weiterzuentwickeln.

Mein Interesse am Bronnbacher Stipendium war nach meinen positiven Erfahrungen während meines Zivildienstes im Ausland in einem Kulturinstitut und dem Mitwirken bei den Schlossfestspielen in Heidelberg schnell geweckt. Der Blick während des Stipendiums hinter die Kulissen künstlerischer Prozesse und die Möglichkeit, unter Mitwirkung der Künstler, in der Gruppe eigene Erfahrungen im Zusammenhang mit Kunst zu sammeln, ist wunderbar. Viele Anregungen und Denkanstöße helfen Wahrnehmung, Verständnis und Kreativität weiter zu entwickeln und sich schließlich auch der Frage zu nähern: „Was bedeutet Kunst?“.

Schönstes Erlebnis bisher im Stipendium

Sich etwas verloren und unvorbereitet fühlen. Die Bereitschaft an Grenzen zu stoßen und Neues zu erleben. Neugierde, Vorfreude. Gespannte Gesichter in der Gruppe. Aktiv handeln und entscheiden. Sich angesprochen fühlen, es noch nicht zu verstehen. Und am Ende, das gute Gefühl damit etwas anfangen zu können, richtig zu sein, Begeisterung und viele, viele weitere Fragen. So lässt sich grob ein Wochenende skizzieren.

Jedes Wochenende hat dabei durch das Kennenlernen von verschiedenster Kunst, Kultur und Persönlichkeiten, aber auch durch die eigenen Schaffenssprozesse, Highlights. Besonders ist dabei allerdings das Erleben in einer heterogenen Gruppe. Neben der Stärkung der eigenen Kommunikationsfähigkeit bietet sich in zahlreichen Gesprächen, Diskussionen und Situationen auch die Möglichkeit die eigene Wahrnehmung, Einstellung und Wirkung, sowie Denk- und Herangehensweise zu hinterfragen und andere kennenzulernen.

Das Architekturwochenende mit Merlin Bauer in Köln als konkretes Beispiel hat meine Wahrnehmung architektonischer Besonderheiten verändert, mir die Augen für neue Perspektiven geöffnet und Fragen aufgeworfen. Ist das für meine Augen offensichtlich schwer Zugängliche ein Opfer meines Unverständnisses? Ist die Schönheit, Ästhetik und Bedeutung im heutigen Stadtbild und unter dem Schleier der letzten Jahrzehnte nur schwer erkennbar? Ist das Brandmarken und die vorschnelle Verurteilung nur ein Schutzmechanismus, um mich im Alltag damit nicht genauer auseinander setzen zu müssen?