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Kurzprofil

Anna Hillenbrand hat an der Universität Mannheim Jura mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsrecht studiert und ihr erstes juristisches Staatsexamen absolviert. Im Anschluss war sie an der Universität Mannheim als akademische Mitarbeiterin tätig und arbeitete an ihrer Promotion. Ihr kulturelles Engagement brachte Anna unter anderem als Kulturreferentin des Allgemeinen Studierendenausschusses ein. Derzeit befindet sie sich im Rechtsreferendariat.


Motivation

Der Splitter in deinem Auge ist das beste Vergrößerungsglas.“ (Theodor W. Adorno)

„Die Beschäftigung mit den bildenden Künsten ist für mich unverzichtbarer Bestandteil meines Lebens, welcher sich bisher allerdings nicht im Curriculum des Studiums widergespiegelt hat. Das Bronnbacher Stipendium adressiert ausdrücklich den Zusammenhang von Kultur und Wirtschaft, von Kunst und Profession – eine einzigartige Chance in der universitären Landschaft von Initiativen und Förderungen.

Auf der individuellen Ebene finde ich es spannend, wie die Beschäftigung mit künstlerischen Prozessen Anlass zur Selbstreflexion geben kann: Wie weit reichen meine Fähigkeiten? Wie gehe ich mit Scheitern um? Bedarf es meines Einsatzes überhaupt? Worin liegt meine Rolle, woraus folgt die Bedeutung meines Tuns? Wonach soll ich streben? Wie viel Mut habe ich, wie viel Mut brauche ich? Und: Muss ich nicht, um zu verstehen, dort hingehen, wo es weh tut, wo es schwer wird? Das Bronnbacher Stipendium macht insoweit nicht bei den „schönen Künsten“ halt, es sucht den Grenzgang und provoziert auch Fragestellungen, die fordern. Insoweit ist es Splitter im Auge für das eigene Können und Wollen. Mit diesem Vergrößerungsglas erhoffe ich mir neue Impulse und Perspektiven, um meinen eigenen beruflichen und privaten Werdegang zu gestalten.

Kunst kann zudem auf der überindividuellen Ebene Splitter im Auge einer Gesellschaft sein und Brennpunkte freilegen. Als Juristin befasse ich mich täglich mit den Rahmenbedingungen des gemeinschaftlichen Zusammenlebens. Es ist für mich dabei eine Selbstverständlichkeit, dass Kunst wesentlicher Bestandteil einer pluralistischen, demokratischen Gesellschaft ist. Sie ist überdies nicht nur Teil der öffentlichen Auseinandersetzung, sondern kann für diese Auseinandersetzung eine zentrale Kommunikationsplattform bereithalten. Auch unter diesem Gesichtspunkt erwarte ich mir bereichernden Input durch das Bronnbacher Stipendium."