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Henning Dieterichs05_Henning

Kurzprofil

Ich heiße Henning, studiere Informatik, spiele Cello und will die Welt verbessern.
So nennt man mich, so verdiene ich mein Geld, das ist meine Leidenschaft und das ist mein Lebensziel. Ich könnte noch meinen Werdegang skizzieren – geboren in Wolfsburg, aufgewachsen in Braunschweig und dann zum Studium nach Karlsruhe gezogen – oder darüber berichten, was ich schon erreicht habe – Preisträger zahlreicher Jugend forscht- und Programmier-Wettbewerbe oder ein Praktikum bei Microsoft in Redmond.
Wer aber bin ich abgesehen von diesen langweiligen Oberflächlichkeiten? Wie kann das eine endliche Folge von Wörtern überhaupt verständlich ausdrücken? Vor allem: Wie kann ich das wahrheitsgemäß aufschreiben, wenn ich selbst Autor dieser Zeilen bin? Ich glaube, damit habe ich mich schon besser charakterisiert, als ich es auf direkte Art je hätte tun können..

Motivation

Als amateurhaft ausübender Künstler dreht sich für mich beim Musizieren alles um das Verständnis des Werks und die Perfektion, dieses Verständnis mithilfe des Cellos auszudrücken. Bei dieser Form der Kunst wird man nur selten vor schwierige Entscheidungen gestellt: Entscheidungen, bei denen jeder Pfad bestimmte Unannehmlichkeiten mit sich bringt, das Ende eines Pfades erst bei seinem Beschreiten erkennbar wird und ein Umkehren unmöglich oder zu aufwendig ist, als dass man mehrere Pfade ausprobieren könnte. Beim Entwickeln von Software müssen andauernd solche Entscheidungen getroffen werden: Wähle ich diese Programmiersprache oder jene? Dieses Framework oder jenes? Auch in der schaffenden Kunst vermute ich dieses Problem, nur dass mir die Pfade noch schwieriger vergleichbar vorkommen. Das bewundert mich bei schaffenden Künstlern: Wie entscheiden sie, welchen Pfad sie einschlagen? Wie rechtfertigen sie den ausgewählten Pfad den ausübenden Künstlern oder dem Publikum gegenüber?
Wo es in der Softwareentwicklung eine ganze Reihe von Entwurfsmustern und „Best Practices“ gibt, bin ich mir sicher, dass auch in der Kunst ein gewisses Handwerk existiert, das jeder Künstler beherrschen muss. Aber wie entscheiden Künstler darüber hinaus? Warum wählt ein Komponist diese gut klingende Tonfolge und nicht jene genauso gut klingende? Warum macht der Maler diesen Pinselstrich und nicht jenen, der auch gut passen würde? Warum sind so viele ausübende Musiker so erpicht darauf, die Werke möglichst im Sinne des schaffenden Künstlers aufzuführen – gerade, wenn dieser das Werk anscheinend mit einer gewissen Willkür erschaffen hat?.