.

Yola_100

Yola Engler

VWL

5. Semester

Motivation für das Stipendium

Motivation für das Stipendium:
Ich finde die Idee interessant, Kunst und Wirtschaft zu verbinden – zwei Gebiete, die ich beide spannend finde, die ich aber bisher immer nur getrennt in Betrachtung gezogen habe, da mir kein unmittelbarer Zusammenhang bewusst war.
Des Weiteren reizte mich der direkte Kontakt zu Künstlern: Oft wird man mit seinen Gedanken zu einem Gemälde, Konzert, Theaterstück oder auch Tanz alleine gelassen und rätselt noch lange, was der Künstler mit seinem Werk eigentlich ausdrücken möchte.
Das Stipendium eröffnet die Chance, mehr über die Arbeitsweise, Motivation und Intention von Kunstschaffenden zu erfahren und so vielleicht dem Faszinosum und Kuriosum “Kunst” etwas näher zu kommen. 
Das Besondere des Stipendiums ist es dabei, nicht nur den Kontakt zu renommierten Künstlern herzustellen und Kunst in der Theorie zu erläutern, sondern zusätzlich zum aktiven Mitmachen aufzufordern. Auf diese Weise kann man viel eher verstehen, wie ein Werk entsteht, was man alles beachten muss und wie man Krisen im kreativen Prozess produktiv wendet.


Bisher tollstes Erlebnis im Stipendium

Malerei-Wochenende mit Carsten Fock: Wir durften mit dem Künstler Carsten Fock ein Wochenende verbringen, an dem wir eigene künstlerische Erfahrungen in der Acrylmalerei sammeln konnten. Dabei brachte jeder von uns ein Musikstück mit, zu dem er eine besondere Verbindung hatte und das uns zu unserem “Gemälde” inspirieren sollte. Nach dem Zusammenbau der Leinwände entstanden die ersten Ideen für unser Bild, woraufhin wir den nächsten Tag komplett damit verbrachten zu malen. Dabei gab uns Carsten immer wieder kleine Tipps bzgl. der Farbwahl oder der Komposition. Für mich war es spannend zu erleben, wie viele Hemmungen ich zum Teil hatte, einfach nur weiter zu malen oder eine neue Farbe hinzuzufügen – aus Angst die Leinwand im nächsten Schritt zu ruinieren. Um so schöner ist es zu merken, dass sich die Überwindung dann jedoch meist auszahlt!
Für mich war es eine ganz neue Erfahrung, nicht nur Konsument von Kunst zu sein, sondern tatsächlich selber kreativ und aktiv zu werden. Den Schaffungsprozess selber zu erleben - mit allen Hoch- und Tiefpunkten - war herausfordernd und lohnend, da ich etwas geschaffen habe, das ich mir nach vielen demotivierenden Kunststunden nicht zugetraut hatte.